Samstag, 11. Oktober 2008
Stasi sorgte sich um Willi
tststs.
da fliessen jahrein, jahraus millionen von d-mark in die kassen dieser "friedens"-gruppierung, und der chef weiss nicht, woher. eigentlich fragt man sich da doch: huch, wo kommen die millionen auf meinem konto her?
Donnerstag, 9. Oktober 2008
der einflussagent
das hiess seinerzeit konkret: pershing 2 sind massenmörderwaffen, ss20 raketen hingegen symbole des kommunistischen friedenswillens.
ein historiker erhebt nun schwere vorwürfe und die cdu fodert "aufklärung"
Der Vorsitzende der Linksfraktion im hessischen Landtag war das, was man in der Zeit des Kalten Krieges einen Einflussagenten nannte. 1976, direkt nach seinem Studium, wurde er nach eigenen Angaben Landesgeschäftsführer der „Deutschen Friedens-Union“ (DFU). 1984 stieg er zum Bundesgeschäftsführer auf und damit zu einem der drei Spitzenfunktionäre dieser Organisation. Die DFU aber war nichts anderes als ein Trojanisches Pferd der DDR.
Gegründet wurde die Partei 1960 auf hintergründiges Betreiben von SED und DDR-Staatssicherheitsdienst als Ersatz für die verbotene KPD. Mit ihr als Tarnorganisation und Sympathisantensammelbecken wollte die SED Einfluss auf die westdeutsche Politik gewinnen. Nach dem Ja der SPD zur West-Einbindung der Bundesrepublik, hatte die SED die SPD als „Arbeiterverräter“ abgeschrieben.
Unter dem Deckmantel der Friedenspolitik sollte die DFU in der Bundesrepublik nicht nur die Verteidigungsanstrengungen der Nato bekämpfen und die Politik der DDR propagieren, sondern langfristig den Boden für den Sozialismus bereiten. Angeleitet wurde sie aus dem SED-Zentralkomitee, weshalb das Kürzel DFU im Westen bald mit „Die Freunde Ulbrichts“ aufgelöst wurde. Die Funktionäre waren keine Agenten des Staatssicherheitsdienstes. Sie glichen Vorposten der SED in Westdeutschland.
Trotz schlechter Wahlergebnisse hielten Ulbricht und Honecker auch dann noch an der DFU fest, als kommunistische Kader 1968 die DKP gründeten. Die DFU wurde am Leben gehalten, um sie als scheinbar unverfängliche Einflussorganisation zu nutzen. Wie wirkungsvoll dieses Vorhaben war, zeigt die Geschichte der Anti-Raketen-Proteste zu Beginn der achtziger Jahre, als mehr als vier Millionen Menschen den von der DFU initiierten „Krefelder Appell“ unterzeichneten.
nun fragt man sich natürlich: wie kann eine beständig klamme und um devisen ringende ddr es sich leisten, eine solche mini-partei im westen mit hunderten von millionen West-Mark zu unterhalten, wo ist denn da der "return on investment"? nur um ein paar friedensbewegte und nicht minder matschbirnige ddr-apologeten durchzufüttern, die sonst vermutlich sozialhilfe hätten beantragen müssen? muss man der ddr gar dankbar sein, dass sie diese "exil-ossis" im NSA (nicht sozialistischen ausland) bezahlt hat?aber moment, da war doch noch was - und das nennt sich wirtschaftsspionage. und da ist dieser name - werner teske - der letzte in der ddr hingerichtete. das war 1981, als sich die ddr als besonders friedensbewegt und menschlich gab, als das humane gegenteil der faschistischen brd.
hingerichtet nach einem geheimprozess mit der besonders humanen hinrichtungsmethode "unerwarteter nahschuss", also von hinten direkt in de kopp einei, wenn man grade um eine ecke oder durch eine tür geht und es nicht erwartet. das erspart das rumgeflenne dieser weicheier, wenn sie an die wand gestellt wurden, mag sich mielke gedacht haben...
die geschichte dieses stasimanns, der von den eigenen leuten umgelegt wurde, ist allemal interessant und wurde verfilmt.
teske war also wirtschaftswissenschaftler in der ddr und wurde von der stasi gewissermassen zwangsrekrutiert und in den westen geschickt, um dort unternehmen und universitäten auszuspionieren.
nun brauchen diese west-agenten der ddr kontaktleute, anlaufstationen, sichere häuser und ähnliches, um ihrer agententätigkeit nachzugehen. könnte es also sein, dass die "deutsche friedensunion" lediglich die tarnung für die westspionage der ddr war?
Dienstag, 7. Oktober 2008
der spiegel: Ein gemeinsames Feindbild ist noch kein neues politisches Projekt
Ein gemeinsames Feindbild ist noch kein neues politisches Projekt.
Lange hatten die Grünen, neuerdings von allen Seiten politisch umworben, im Windschatten einer öffentlich tüchtig zerzausten Sozialdemokratie ganz bequem agieren können. Es genügte, mit einem "Wir wollen es probieren, an uns soll es nicht scheitern, doch wir sind auch ein wenig skeptisch", wechselvolle Signale zur gewünschten Koalition auszusenden.
Jetzt aber werden sie sich festlegen müssen: Nicht nur als aktiver Teil eines Anti-Koch-Lagers - so haben sie sich ja stets gesehen. Sie werden auch entscheiden müssen, welchen Preis sie für den Machtwechsel zahlen wollen. Werden sie die sozialdemokratischen Verhandlungsvorgaben akzeptieren, nach denen diverse wichtige Verkehrsinfrastrukturprojekte wie Autobahnbau in Nordhessen, Flugplatz Kassel-Calden, vor allem aber der Ausbau des Frankfurter Flughafens, in der Substanz nicht zur Debatte stehen sollen? Immerhin geht es um Vorhaben, die sie zum Teil über viele Jahre energisch bekämpft haben.
die "medienhatz" geht weiter, jetzt auch noch der beckmann, tststs
daher auch der kommentar bei der FR:
diese "dame" ist dermassen peinlich, dass jetzt sogar ihre unterstützer eine zensur fordern (siehe ersten kommentar). umfragen werden als "gefälscht" abgetan, ein zweitschlechtestes ergebnis als "wahlsieg" ausgegeben und eine krasse lüge zur "wahrheit" hochstilisiert. wer dialektisch so "arbeitet", der baut auch mauern und verkauft sie als "antifaschistische schutzwälle", die man sowieso niemals zu bauen beabsichtigt habe.
man kann wirklich nur darauf hoffen, dass sie mit pauken und trompeten bei ihrer wahl durchfällt und damit ein stück sozialer gerechtigkeit hergestellt wird. wer sich, wie ypsilanti, mit lug und trug gegen den dezidierten willen der bevölkerung die macht erschleichen will, darf damit nicht erfolgreich sein.
Montag, 6. Oktober 2008
gespräche mit den grünen
Nichts hasst Tarek Al-Wazir in der Politik mehr als Unprofessionalität. Deutlich war dem hessischen Grünen im Frühjahr anzusehen, wie ihn die SPD quälte - mit einem desaströsen Polit-Management.
Noch bevor am morgigen Dienstag die Koalitionsverhandlungen beginnen, gibt es Streit über den Umgang mit der Linkspartei. Über die Gespräche mit dem Tolerierungspartner soll nach Wunsch der SPD nichts nach Außen dringen. Mit aller Macht versuchen Sozialdemokraten, Ort und Zeit dieser Treffen zu verheimlichen - was die Grünen wieder ächzen lässt. Al-Wazir weiß genau, dass dadurch das öffentliche Interesse am Linksbündnis nur angeheizt wird. Doch ob er es schafft, den Seniorpartner zu mehr Offenheit zu bewegen?
In der sogenannten Schlangenbader Erklärung, die den Fahrplan zur Regierungsübernahme beschreibt, haben die Grünen klare Vorgaben an die Linkspartei formuliert. Es reiche nicht aus, wenn sich die sechs Linken-Abgeordneten lediglich bereit erklären würden, Ypsilanti und ihr Kabinett zu wählen. Stattdessen müssten sie die Bereitschaft dokumentieren, dem rot-grünen Haushalt zuzustimmen und auslaufende Gesetze zu verlängern.
Der entsprechende Anforderungskatalog soll der Linkspartei angeblich schon vorliegen. Doch deren Sprecher Achim Kessler weist Berichte der "Welt" zurück, es gebe bereits eine feste Vereinbarung. "Heute Abend diskutieren wir im Landesrat, ob wir darüber eventuell einen Mitgliederentscheid machen." Sollte dies der Fall sein, könnte es durchaus Ärger geben. Denn die linke Basis steht der Tolerierung wesentlich kritischer gegenüber als Fraktion und Landesvorstand.
Zwar ist etwa bei dem anstehenden Parteitag am Samstag in Friedberg nicht zu erwarten, dass die hessischen Linken Ypsilantis Pläne torpedieren. Doch gerade die von der SPD-Rechten am Samstag geforderte "Unverzichtbarkeit" der Infrastrukturmaßnahmen dürfte Widerspruch auslösen. Weder der Ausbau der Autobahnen A44 und A49 noch die Flughäfen-Vorhaben Frankfurt und Kassel-Calden scheinen für die Linkspartei-Anhänger tolerierbar zu sein.
Eben darum will Ypsilanti die Gespräche so tief hängen, wie es irgend geht. Doch diese Taktik ist riskant. Schließlich hat die Linkspartei kein Interesse, sich brav an ein wie auch immer geartetes Geheimhaltungsabkommen zu halten. Stattdessen dürften sie, allen voran Fraktionsvize Janine Wissler, die eigenen Einflussmöglichkeiten offen zur Schau stellen.
Al-Wazir bemüht er sich nun, die Gespräche mit den Linken zu enttabuisieren. Lange vor Ypsilanti nahm er im Frühjahr Kontakt zu den ungeliebten Neulingen auf und lotete ihre Kompromissfähigkeit aus. Heute spricht er offen darüber, er werde sämtliche Reaktionen genau beobachten. Sicher sei er sich der Zuverlässigkeit der Linken keineswegs.
dabei ist das alles eh egal, weil es zu diesem zeitpunkt als ausgeschlossen gilt, dass Y. die stimmen ihrer innenpolitischen gegner bekommt, denn diese wissen selbst nur zu genau, was sie WERT sind, wenn eine regierung erstmal installiert ist. nämlich nix! "Ihr könnt gehen, haut ab, ihr querulanten..."erstaunlich zurückhaltend gibt sich - laut springerpresse - derzeit besonders der "realo" bei den sozis, jürgen walter:
Am Freitagabend, der Landesvorstand hatte gerade in Rekordzeit den Leitantrag verabschiedet, saß die SPD-Spitze noch einträchtig beim Abendessen zusammen. Nur einer fehlte: „Ich mag das Essen dort nicht“, murmelte Walter, über seinen Teller in der Weinstube gebeugt.
Beim Schlussbild spielen sie den Wahlkampfsong „Die Zeit ist reif.“ In all dem Jubel um eine strahlende Andrea Ypsilanti glänzt nur einer durch Abwesenheit: Jürgen Walter.
klar, da ist viel wunschdenken mit drin, dennoch wären die potentiellen Y. nachfolger mit dem klammerbeutel gepudert, wenn sie für ihre cheffin stimmen würden, da sie danach mit an sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit der koalitionsräson und dem tolerierungspartner GEOPFERT würden. wenn also die grünen alle kröten schlucken (um roland koch endlich loszuwerden), dann ruhen die hoffnungen der demokraten tatsächlich nur noch auf jürgen walter und seine gang (die übrigens 20 der 42 abgeordenten stellt)...
Donnerstag, 2. Oktober 2008
jetzt gehts lohoos
zur erinnerung: die wahl liegt nunmehr 9 monate zurück. in diesen neun monaten waren die beteiligten ganz offensichtlich nicht in der lage, sich über mehr als nur formale bedingungen auszutauschen. das finde ich - gelinde gesagt - unprofessionell, und es passt zum gesamten auftritt der möchtegern-prinzessin. die hat übrigens auch einen o-ton geliefert: "die verhandlungen werden schwer, wir geben uns da keinen großen hoffnungen hin".
äh, wie bitte? keine großen hoffnungen? auf was hofft man denn? dass man im zweiten schritt einen koalitionsvertrag zustande bekommt? das wäre ja wohl das mindeste! und dieser vertrag muss dann von der linkspartei schriftlich abgenickt werden, nach einer mitgliederbefragung.
derweil scheint die sorge um den zweiten schritt nicht ganz unbegründet, denn den kollegen im hessischen norden dünkt es, dass man ihre interessen wohl als erste opfern wird. also wird die unterschriftensammlung präsentiert. auch der arbeitslose an und für sich ist für den ausbau des kasseler flughafens, erhofft er sich doch - angespornt von der spd - endlich einen arbeitsplatz.
aber nicht nur die tränendrüsen-stimulierende unterschicht wird mediengerecht platziert, auch die hohe managergilde wird aufgefahren. ok, davon gibt es in kassel nicht so viel, eigentlich ist nur die wintershall ein global player, der seine zentrale in kassel hat. also kann man bei dem gestrigen vorgang guten mutes behaupten: 100% der großunternehmen unterstützen den wunsch der spd (bzw. eines teils davon), den flughafen und andere infrastrukturprojekte voranzutreiben.
platziert wurde der wintershall chef zwitserloot übrigens direkt von den nordhessischen spd kollegen um den kasseler OB.
"Wir können hier nicht alles aufgeben für politische Kompromisse. Für manche Dinge gibt es einfach keine politischen Kompromisse." In der Diskussion über den Ausbau des Flughafens Kassel-Calden meldete sich am Dienstag Reinier Zwitserloot, Vorstandsvorsitzender der Wintershall AG, zu Wort.
Und er tat es mit Vehemenz. Seine Forderung: Calden muss wie geplant ausgebaut werden. "Ich erwarte Vernunft von Wiesbaden", sagte der Chef des größten deutschen Erdöl- und Erdgasproduzenten, der seinen Sitz in Kassel hat.
Zu einem attraktiven Standort für international agierende Unternehmen gehöre selbstverständlich ein Flughafen, "von dem aus die internationalen Märkte schnell und direkt erreicht werden können". Er selbst nutze den Flughafen Calden mindestens einmal in der Woche, so Zwitserloot. Ohne die Start- und Landemöglichkeit für die Jets des Wintershall-Mutterkonzerns BASF "könnte ich meinen Job nicht machen"."
soll heissen: wenn ihr politiker nicht ausbaut, bauen wir ab. und zwar jobs und am end eben die ganze firma. nein, das sei keine drohung, man wolle nur ein bischen druck machen.Bekenntnis zu Ausbauplänen
Die Parlamente von Stadt und Keis Kassel haben am Montag noch einmal ein Bekenntnis zum Flughafenausbau abgelegt. In Kassel votierten SPD, CDU, FDP und FWG für die Änderung des Gesellschaftsvertrages der Flughafen-GmbH. Dieser sieht geringere Investitionen und Risiken auf kommunaler Seite vor. Der Kreistag bekräftigte in einer Sondersitzung mit den Stimmen von SPD, CDU und FDP seine früheren Beschlüsse zum Ausbau. (ket/tom)
Millionen fließen in die Stadtkasse
Wintershall zählt zu den größten Gewerbesteuerzahlern in Kassel. Dem Vernehmen nach überweist der Erdöl- und Erdgasproduzent in diesem Jahr einen Betrag in mittlerer zweistelliger Millionenhöhe an die Stadt. Die BASF-Tochter erzielte 2007 einen Umsatz von 10,5 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern betrug drei Milliarden Euro. Das Unternehmen beschäftigt 1840 Mitarbeiter, davon 650 in Kassel. (ket)
na dann, man darf gespannt sein, ob die grünen gleich zwei fliegende kröten zu schlucken bereit sind...
Mittwoch, 1. Oktober 2008
konkret gutem englisch mit das morgenmagazin, lesson 2
und deshalb bleibt der minderbemittelte moderator knallhart dabei: die "hypo rail estate".
witzig witzig, und auch interpretationsbedürftiger als der scherz mit den laien-brüdern und damit natürlich semantisch hochwertiger!
eay main! wann wird mal wieder real estate?
